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Makuladegeneration (AMD) Luzern: Symptome, Ursachen und Behandlung

  • 15. Apr.
  • 5 Min. Lesezeit
OCT-Untersuchung bei Makuladegeneration im Augenzentrum Emmen Luzern
Moderne OCT-Diagnostik zur Früherkennung der Makuladegeneration im Augenzentrum Emmen

Wenn das Lesen der Zeitung plötzlich schwerfällt, Gesichter verschwimmen oder gerade Linien verzerrt erscheinen, könnte eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) die Ursache sein. Diese Augenerkrankung ist in der Schweiz und weltweit eine der häufigsten Ursachen für einen schweren Sehverlust im Alter. Doch was genau passiert bei einer AMD im Auge? Welche Symptome deuten darauf hin und wie kann das Augenzentrum Emmen in der Region Luzern helfen? In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles, was du über die Makuladegeneration wissen musst.

Was ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)?

Die Makula, auch "gelber Fleck" genannt, ist ein winziger, aber extrem wichtiger Bereich in der Mitte der Netzhaut (Retina) im hinteren Teil des Auges. Sie ist für das scharfe, zentrale Sehen verantwortlich – also für all jene Dinge, die wir direkt fokussieren, wie Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Gesichtern. Das periphere Sehen (das Sehen aus den Augenwinkeln) wird von der Makula nicht gesteuert.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kommt es zu einem fortschreitenden Verschleiss der Zellen in genau diesem Bereich. Die Folge: Das zentrale Sichtfeld wird zunehmend unscharf, verschwommen oder weist dunkle Flecken auf. Das äussere Gesichtsfeld bleibt in der Regel erhalten, weshalb Betroffene selten vollständig erblinden, aber in ihrem Alltag stark eingeschränkt werden.

Die zwei Formen der Makuladegeneration

In der Augenheilkunde unterscheiden wir grundsätzlich zwischen zwei Hauptformen der AMD, die sich in ihrem Verlauf und in den Behandlungsmöglichkeiten deutlich unterscheiden:

1. Die trockene Makuladegeneration

Die trockene AMD ist mit etwa 80 bis 85 Prozent die weitaus häufigere Form. Sie entwickelt sich meist schleichend über viele Jahre hinweg. Dabei lagern sich Stoffwechselabbauprodukte (sogenannte Drusen) unter der Netzhaut ab. Diese Ablagerungen stören die Nährstoffversorgung der Sehzellen, was zu deren allmählichem Absterben führt. Der Sehverlust bei der trockenen AMD verläuft langsam, und viele Patienten bemerken die Veränderungen anfangs kaum.

2. Die feuchte Makuladegeneration

Die feuchte AMD ist seltener (ca. 15 bis 20 Prozent der Fälle), aber wesentlich aggressiver. Sie entwickelt sich oft aus einer trockenen AMD. Bei der feuchten Form wachsen neue, krankhafte und undichte Blutgefässe unter die Makula. Aus diesen Gefässen treten Flüssigkeit und Blut aus, was zu einer Schwellung (Ödem) der Netzhaut führt. Unbehandelt führt die feuchte AMD sehr schnell zu einer Narbenbildung und einem massiven, irreversiblen Verlust der zentralen Sehschärfe.

Typische Symptome: Worauf du achten solltest

Die Symptome einer Makuladegeneration entwickeln sich oft schleichend und schmerzfrei. Besonders im Frühstadium wird die Erkrankung häufig nicht bemerkt, da das gesunde Auge den Sehverlust des erkrankten Auges ausgleicht. Zu den typischen Warnsignalen gehören:

  • Verschwommenes Sehen: Texte erscheinen unscharf, und du benötigst plötzlich mehr Licht zum Lesen.

  • Verzerrtes Sehen (Metamorphopsien): Gerade Linien, wie zum Beispiel Türrahmen, Kacheln im Bad oder Zeilen in einem Buch, erscheinen plötzlich wellig oder verbogen. Dies ist ein klassisches Alarmzeichen für eine feuchte AMD!

  • Dunkle Flecken: Im Zentrum deines Sichtfeldes taucht ein grauer oder schwarzer Fleck auf, der nicht mehr verschwindet.

  • Verminderte Kontrastwahrnehmung: Farben wirken blasser und Kontraste sind schwerer zu erkennen.

  • Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern: Du erkennst Personen auf der Strasse erst, wenn sie sehr nah sind.

Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bei dir feststellst, solltest du umgehend einen Termin im Augenzentrum Emmen vereinbaren. Eine schnelle Diagnose ist entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.

Ursachen und Risikofaktoren für AMD

Wie der Name schon sagt, ist das Alter der grösste Risikofaktor für die altersbedingte Makuladegeneration. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko kontinuierlich an. Doch es gibt noch weitere Faktoren, die die Entstehung einer AMD begünstigen können:

  • Genetische Veranlagung: Wenn in deiner Familie bereits Fälle von AMD aufgetreten sind, ist dein eigenes Risiko deutlich erhöht.

  • Rauchen: Raucher haben ein bis zu dreifach höheres Risiko, an einer AMD zu erkranken, als Nichtraucher. Rauchen verengt die Blutgefässe und verschlechtert die Durchblutung der Netzhaut.

  • Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein dauerhaft hoher Blutdruck schädigt die feinen Blutgefässe im Auge.

  • UV-Strahlung: Intensive und ungeschützte Sonneneinstrahlung über viele Jahre hinweg kann die Netzhaut schädigen.

  • Ungesunde Ernährung: Ein Mangel an Vitaminen und Antioxidantien kann den oxidativen Stress im Auge erhöhen.

Diagnose im Augenzentrum Emmen

Im Augenzentrum Emmen in der Region Luzern verfügen wir über modernste diagnostische Geräte, um eine Makuladegeneration bereits im Frühstadium zu erkennen. Zu unseren Standarduntersuchungen gehören:

  • Sehtest und Amsler-Gitter-Test: Mit dem Amsler-Gitter (einem Raster mit geraden Linien) prüfen wir, ob du Verzerrungen im zentralen Sichtfeld wahrnimmst.

  • Spaltlampenuntersuchung: Nach der Weitstellung der Pupillen mit speziellen Augentropfen untersucht der Augenarzt den Augenhintergrund und die Makula detailliert.

  • Optische Kohärenztomografie (OCT): Diese hochmoderne, schmerzfreie Untersuchung erstellt hochauflösende Querschnittsbilder der Netzhaut. So können wir Flüssigkeitseinlagerungen, Drusen und die Dicke der Netzhaut mikrometergenau messen.

  • Fluoreszenzangiografie: Bei Verdacht auf eine feuchte AMD wird ein gut verträglicher Farbstoff in eine Armvene gespritzt. Über eine spezielle Kamera können wir dann die Durchblutung der Netzhaut sichtbar machen und undichte Blutgefässe lokalisieren.

Behandlungsmöglichkeiten der Makuladegeneration

Die Behandlung einer AMD richtet sich nach der Form der Erkrankung. Unser Ziel im Augenzentrum Emmen ist es immer, dein Sehvermögen so lange wie möglich zu erhalten.

Therapie der trockenen AMD

Für die trockene Makuladegeneration gibt es derzeit leider noch keine Heilung. Der Fokus liegt hier auf der Verlangsamung des Fortschreitens. Eine gesunde Lebensweise, der Verzicht auf Nikotin und ein guter UV-Schutz sind essenziell. In bestimmten Stadien der Erkrankung kann die Einnahme von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln (eine Kombination aus Vitamin C, Vitamin E, Lutein, Zeaxanthin, Zink und Kupfer) das Risiko eines Fortschreitens zur feuchten Form reduzieren. Dein Augenarzt wird dich hierzu individuell beraten.

Therapie der feuchten AMD

Die feuchte Makuladegeneration gilt als medizinischer Notfall, kann aber heutzutage sehr gut behandelt werden, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Die Standardtherapie ist die sogenannte IVOM (Intravitreale operative Medikamenteneingabe).

Dabei wird unter sterilen Bedingungen und lokaler Betäubung ein spezielles Medikament (ein sogenannter VEGF-Hemmer) direkt in den Glaskörper des Auges gespritzt. Dieses Medikament hemmt das Wachstum der krankhaften Blutgefässe und dichtet sie ab. Die Schwellung der Netzhaut geht zurück, und in vielen Fällen kann die Sehschärfe stabilisiert oder sogar wieder verbessert werden. Die IVOM-Therapie muss in der Regel in regelmässigen Abständen wiederholt werden. Im Augenzentrum Emmen führen wir diese Behandlungen routiniert, sicher und nahezu schmerzfrei durch.

Prävention: So schützt du deine Augen

Auch wenn das Alter und die Genetik nicht beeinflussbar sind, kannst du aktiv etwas tun, um dein Risiko für eine Makuladegeneration zu senken:

  • Nicht rauchen: Der Verzicht auf Zigaretten ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor.

  • Gesunde Ernährung: Achte auf eine ausgewogene Ernährung mit viel grünem Blattgemüse (Spinat, Grünkohl), Obst und Omega-3-Fettsäuren (Fisch).

  • Sonnenschutz: Trage bei starker Sonneneinstrahlung immer eine hochwertige Sonnenbrille mit 100 % UV-Schutz.

  • Blutdruck kontrollieren: Lass deinen Blutdruck regelmässig überprüfen und bei Bedarf medizinisch einstellen.

  • Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen: Ab dem 50. Lebensjahr solltest du deine Augen alle ein bis zwei Jahre von einem Augenarzt untersuchen lassen.

Warum das Augenzentrum Emmen dein Partner in Luzern ist

Die Diagnose Makuladegeneration kann beängstigend sein. Im Augenzentrum Emmen lassen wir dich damit nicht allein. Unser erfahrenes Team aus Fachärzten für Ophthalmologie begleitet dich von der ersten Diagnose über die individuelle Therapieplanung bis hin zur langfristigen Nachsorge.

Wir bieten dir: Modernste Diagnostik mit OCT und Angiografie für präzise Ergebnisse. Erfahrene Spezialisten mit routinierter Durchführung von IVOM-Therapien. Kurzfristige Termine – bei akuten Symptomen wie plötzlichen Verzerrungen erhältst du bei uns schnellstmöglich einen Notfalltermin. Mehrsprachige Betreuung in Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch. Und wir sind auch am Samstag für dich da.

Fazit: Früherkennung rettet dein Sehen

Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine ernsthafte Erkrankung, aber sie bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig den Verlust der Unabhängigkeit. Besonders bei der feuchten AMD können moderne Therapien wie die IVOM das Sehvermögen oft über Jahre hinweg erhalten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Früherkennung.

Warte nicht, bis dein Sehen bereits stark eingeschränkt ist. Wenn du über 50 Jahre alt bist oder Veränderungen in deinem zentralen Sichtfeld bemerkst, vereinbare noch heute einen Termin im Augenzentrum Emmen. Wir sind dein kompetenter Ansprechpartner für Augengesundheit in der Region Luzern. Buche deinen Termin ganz einfach online via OneDoc oder rufe uns an. Wir freuen uns darauf, dir zu helfen!

 
 

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